Chorreise 9.-11. Juli 2026 nach Verona

Vor einem Jahr haben wir im Chor darüber beraten, ob eine Reise nach Verona eine mögliche Option für den gemischten Chor Grünenmatt sein könnte…

So schnell vergeht die Zeit und am Donnerstagmorgen 6.45 besteigt die erste Reisegruppe in Grünen den Car. Mit unserem Chauffeur Roland starten wir Richtung Grünenmatt, wo die zweite Gruppe bereits mit Sack und Pack auf dem Bahnhofplatz wartet. Weiter geht’s nach Lützelflüh, hier warten die letzten Reiselustigen auf uns. Alle sind gespannt darauf, was uns in den kommenden drei Tagen erwartet und freuen sich auf die gemeinsame Zeit in Italien. Jedenfalls heiss wird es sein! Die Fahrt geht weiter Richtung Genfersee. In Villeneuve gibt’s Kaffeehalt. Ein Blick über den See nach Montreux und das Lavaux bei schönstem Sommerwetter lässt die Herzen bereits etwas höher schlagen. Fürs erste gestärkt fahren wir weiter nach Martigny, dann steigt die Strasse an und Roland führt uns über den Pass des Grossen St. Bernhards. Die karge, steinige Landschaft ist beeindruckend, die Aussicht grandios. Ebenfalls beeindruckend ist, wie Roland die Strecke mit z.T. Haarnadelkurven mit dem grossen Car problemlos meistert. In Aosta steht ein Mittagshalt auf dem Programm. Ein schattiges Plätzchen fürs Pic-Nic zu finden, ist gar nicht so einfach! Die richtige Richtung haben nicht alle gefunden, nichts desto trotz, alle gestärkt und zufrieden, aber froh weiterzufahren, starten wir Richtung Mailand – Bergamo – Brescia zu unserem Tagesziel Desenzano am südlichen Ende des Gardasees. Wie schnell kann es einen kleinen Umweg geben, wenn man nicht die richtige Spur erwischt! Nach einer langen Fahrt sind wir froh, in Desenzano anzukommen.

Im wunderschönen, stilvollen Hotel Palace dürfen wir unsere Zimmer beziehen. Leider ist die Zeit fortgeschritten und wir müssen uns sogleich zum Abendessen begeben. Herlich dieses italienische Buffet! Alle dürfen sich mit dem bedienen, wonach sie gerade Lust haben und wir geniessen das feine Abendessen. Der laue Sommerabend lädt ein, doch noch etwas zu unternehmen. In Gruppen lassen wir den Tag ausklingen an einer Bar am Strand, auf einer luftigen Hoteltertasse oder auf einem Spaziergang entlang des Sees. Wer sich im Gartenpool oder Roof Top Pool abkühlen will, hat ebenfalls die Möglichkeit bis 21.00 Uhr. Am See erwartet uns eine wunderbare Abendstimmung mit einem ‘Postkarten – Sonnenuntergang’ – vergessen ist die lange Fahrt – zufrieden gehen alle zu Bett.

Frühstück ab 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr, Abfahrt Richtung Verona setzen wir auf 14.30 fest. Es bleibt also etwas Zeit zur freien Verfügung. Wer Lust hat, nimmt am Vormittag ein Bad im Pool und geniesst die gepflegte Anlage. Check-out ist 10.30 Uhr. Eigentlich ist besprochen, den öffentlichen Bus nach Desenzano zu nehmen. Wir warten in der sengenden Hitze, aber weit und breit kein Bus. Übung abbrechen und Handyanruf an Roland. Er fährt uns ins Städtchen und holt uns dort auch wieder ab. Vielen Dank! Zu kaufen gäbe es vieles, Brauchbares und Unbrauchbares! In den kleinen italienischen Lädeli herumzustöbern lohnt sich auf jeden Fall. Die Hitze macht uns aber zu schaffen und die meisten suchen bald irgendwo ein nettes Lokal und gönnen sich ein Bierchen, einen Drink, sicher etwas gegen den Durst. Die feinen Gelati, welche es überall zu kaufen gibt, gehören einfach zu einem Italienaufenthalt. Pünktlich um 14.30 Uhr holt uns Roland ab und die Fahrt geht nun Richtung Verona. Heute erreichen wir das Ziel nach gut einer Stunde Fahrt. Sicher kommen wir beim Hotel Italia, mitten in der Stadt Verona, an. Stefanie gibt, wie immer, klare Infos durch. Nächster Treffpunkt: Nachtessen im Hotel um 17.30 Uhr. Einige essen lieber in der Stadt. Diese Gruppe begibt sich bereits um 17.00 Uhr auf den Weg. Roland fährt die nicht-Fussgänger zielorientiert in die Nähe der Arena die Verona. Ein kurzes Stück legen wir zu Fuss zurück und treffen wie abgemacht, um 19.30 Uhr die zweite Gruppe vor der Arena. Aus allen Gassen und Strassen strömen Menschen zur Arena, es herrscht ein lebendiges Treiben und aufgepasst, dass wir niemanden verlieren. Alle erhalten ihr Eintrittsbillet und gespannt steigen wir die Treppen in der Arena hoch. Wie eindrücklich ist dieser riesige Bau aus der Römerzeit. Was die Menschen damals zu stande gebracht haben, mit den einfachen Mitteln, welche ihnen zur Verfügung standen, lässt einen immer wieder staunen. Wir haben genügend Zeit, uns an unseren Plätzen mit Kissen einzurichten, Fotos zu knipsen und die Umgebung auf uns wirken zu lassen. Pünktlich um 21.15 Uhr beginnt die Vorstellung der Oper Aida. Die eigenartige Figur vorne auf der Bühne lässt uns rätseln – sind es vier Finger, einer fehlt? Die Vorbereitungszeit hat nicht gereicht, um den fünften Finger zu platzieren, damit das Bild einer Hand mit fünf Fingern deutlich zu erkennen wäre! Die Aufführung ist beeindruckend und für uns alle unvergesslich. Wer einen Feldstecher dabei hat, erkennt die Darsteller und das ganze Bühnenbild viel besser, sind wir doch recht weit von der Bühne entfernt. Die Temperatur ist bis tief in die Nacht immer noch hoch. Wer zu Fuss zum Hotel zurück spaziert, geht auch bei fortgeschrittener Stunde unter die Dusche und dann einigermassen erfrischt zu Bett.

Samstagmorgen, Frühstück im Hotel. Bei angeregten Gesprächen geniessen wir das Zusammensein, bis wir um 10.30 Uhr auschecken, unser Gepäck in den Bus einladen und uns Roland an den vereinbarten Ort in Verona fährt. Einzig Renate verabschiedet sich von uns, um ihre Schwester zu treffen und ein paar gemeinsame Tage in Italien zu geniessen. In Verona bleiben wir 2.5h, bevor wir wieder Richtung Schweiz fahren. Die Altstadt von Verona ist sehenswert mit ihren schmucken Häusern, mit dem illustren Markt und wer möchte, kann sich den Balkon von Julia ansehen und wird dabei nicht der Einzige sein. Es ist heiss in der Stadt und viele Touristen sind unterwegs. Schnell suchen die meisten ein schattiges Plätzchen und geniessen das italienische Treiben in einem der unzähligen Lokalen. Um 13.00 Uhr treffen wir uns wieder und Roland fährt uns Richtung Como/Bellinzona durch die Leventina zum Gotthardtunnel. Wir fahren flüssig ohne Stau in die Schweiz zurück. Auf der Autobahnraststätte in Bellinzona schalten wir eine stündige Pause ein. Wir können uns erfrischen und die Auswahl an vielen Leckereien ist gross. Nun nehmen wir das letzte Wegstück unter die Räder. Sogar ein wunderbarer Gewitterregen lässt die Temperatur um 12 Grad Celsius sinken. Ob es wohl zu Hause auch ein paar Tropfen gibt? Pünktlich um 20.30 Uhr treffen wir in Grünen ein und die erste Gruppe verabschiedet sich von den übrigen Reiseteilnehmern. Grünenmatt und Lützelflüh sind die weiteren Ausstiegsorte. Drei Tage zusammen unterwegs, viele Eindrücke, Erlebnisse, Gespräche… erfüllt fährt jedes von uns nach Hause. Unsere Chorreise ist Geschichte. Herzlichen Dank allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Reise überhaupt zu Stande gekommen ist. Danke für den reibungslosen Ablauf und danke, dass alle mitgemacht haben und sich auf das Abenteuer Verona eingelassen haben – es hat sich gelohnt!

Marianne Schwab und Barbara Renggli